USA >> US-LITERATUR >> RALPH WALDO EMERSON

(1803 - 1882)


EMERSON

Ralph Waldo Emerson wurde am 25. Mai 1803 in Boston, Massachusetts, geboren und zählt zu den Hauptvertretern des Amerikanischen Transzendentalismus. Hierbei handelt es sich um einen Literaturstil, welcher den Glauben vertritt, dass jede Materie in unserer Welt, selbst ein Tropfen Tau, einen Mikrokosmus unseres Universums darstellt, in welchem sich Gott offenbart. Im Transzendentalismus spielt die erfahrbare Natur eine ausschlaggebende Rolle. Emerson argumentierte, dass sich Gott überall und jederzeit durch die Natur als seine Schöpfung zeigt und den Menschen bessere und tiefergründige Gedanken und Emotionen schenkt. Ebenso begründete Emerson das Konzept der "Über-Seele". Die "Über-Seele" stellt sich laut Emerson gegen die Autorität und setzt die direkte Erfahrung über alle Dinge des Seins. Diese direkte Erfahrung erfordert ein Selbstvertrauen ("Trust Thyself"). Der Mensch soll so sein, wie er wirklich ist und nicht eine Rolle spielen, welche die Gesellschaft ihm vorschreiben möchte. Von diesem Konzept wurden andere amerikanische Schriftsteller wie Margaret Fuller und Henry David Thoreau inspiriert. Emersons erstes Werk "Nature" (1836) zählt heute zu den den besten Beispielen des Amerikanischen Transzendentalismus. Während einer Reise nach Großbritannien beeinflusste Emerson britische Schriftsteller wie Samuel Taylor Coleridge und William Wordsworth.

 

Emerson trug zur Unterscheidung zwischen der europäischen und der amerikanischen Literatur bei, indem er argumentierte, dass Amerika mit Zuversicht auf sich selbst schauen sollte und nicht nach Europa. Der Autor verstarb 1882 in Concord, Massachusetts.

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