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Diese Seite gibt einen kurzen Überblick über die frühe deutsche Geschichte.

Zu den Vorfahren der ersten Deutschen zählten die keltischen und germanischen Stämme, welche weite Teile Europas beherrschten. Die Germanen bekamen ihren Namen durch die Römer. Der römische Geschichtsschreiber Tacitus schilderte das Leben der Germanen in seinem Buch "Germania" und stützte sich in seinen Erzählungen auf die Schriften von Julius Cäsar über den Gallischen Krieg. Keltische Stämme wurden damals noch nicht von den germanischen Stämmen unterschieden, sondern im Allgemeinen den Germanen zugeordnet. Die beiden Gruppen unterschieden sich jedoch durch ihre Sprache. Bei den Germanen handelte es sich um verschiedene Stämme, welche zwar einige kulturelle Gemeinsamkeiten hatten, sich aber auch untereinander bekriegten. Weitere Zeugnisse über die Germanen finden sich beim griechischen Geschichtsschreiber Poseidonios. Sie lebten in kleinen Siedlungen und wurden als gute Krieger bezeichnet.  Wichtige Angelegenheiten wurden von freien Männern bei Vollmond entschieden. Hier traf man sich zum "Thing", einem Gerichtsplatz und heiligem Ort der Germanen. Man glaubte an ein Leben nach dem Tod für tapfere Krieger in der sogenannten Walhalla.

Um 500 n. Chr entstand das Frankenreich, aus welchem später Frankreich und Deutschland hervorgehen sollten. Der Frankenfürst und spätere König Chlodwig eroberte mit seinen Soldaten die Gebiete der Alemannen, Burgunder, Westgoten und Gallien und erschuf so dieses Reich. Er kam aus dem Geschlecht der Merowinger, welche wiederum sogenannte "Hausmeister" für die Regierungsgeschäfte einsetzten. Einer dieser Hausmeister war Pippin, der sich später zum König krönen ließ und die Herrschaft der Merowinger beendete. Mit König Pippin wurden die Karolinger zum neuen Königsgeschlecht. Er war der erste "König von Gottes Gnaden" und alle nachfolgenden Könige erhoben nun den Anspruch ihr Amt von Gott zu haben.

Die Christianisierung auf dem heutigen Gebiet Deutschlands begann durch den Mönch und späteren Bischof Bonifatius ab dem Jahr 716.

Das Heilige Römische Reich war ein lockerer Zusammenschluss von Fürstentümern und Reichsstädten, welches nahezu für ein Jahrtausend bestand (962 - 1806). Es hatte seinen Ursprung in den deutschsprachigen Gebieten des heutigen Deutschlands und Österreichs und umfasste später darüber hinaus die heutigen Staatsgebiete des östlichen Frankreichs sowie von Belgien, Niederlanden, Polen, Mittel- und Norditalien, Luxemburg und der Schweiz. Der Name des Reiches leitet sich von den Herrschaftsansprüchen der Ottonen (Otto I. - Otto III.) ab, welche mit den Titeln "Imperator Romanorum" an die Traditionen des antiken Römischen Reiches anknüpften. Der volle Reichstitel "Sacrum Romanum Imperium" wird ab 1254 in den Königsurkunden verwendet und blieb bis zum Untergang im Jahr 1806 offizieller Reichstitel. In der Mitte des 15. Jahrhunderts bis in die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts bekam das Reich den Zusatz "Nationis Germanicae" womit verdeutlicht wurde, dass sich das Reich im Wesentlichen auf das Gebiet des deutschen Sprachraums erstreckte. Die Basis der Herrschaftsordnung war das Lehenswesen.

Bedeutende Ereignisse, welche in die Epoche des Heiligen Römischen Reichs fallen:

1356: Karl IV. gab dem Reich mit der goldenen Bulle eine erste Verfassung.

1450: Die Gutenberg-Bibel wurde gedruckt.

1517: Martin Luther veröffentlichte am 31. Oktober seine 95 Thesen.

1525: Der Bauernkrieg wütete im heutigen Süd- und Mitteldeutschland.

1648: Der Westfälische Friede beendete den Dreißigjährigen Krieg.

 

Als Napoleon Bonaparte zum mächtigsten Herrscher in Europa aufsteigt, hatte dies auch Auswirkungen auf das Heilige Römische Reich. Viele Fürsten entschieden sich für Napoleon und gründeten 1806 den Rheinbund. Dies bedeutete auch das Ende des Heiligen Römischen Reiches. Es begann eine Zeit unter Kontrolle Frankreichs und viele einfachen Leute sehnten sich nach einem Befreiungskrieg. Napoleon wurde in der Völkerschlacht bei Leipzig (16. - 19. Oktober 1813 geschlagen.