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DER FALL MARTIN J. MONTI

Martin James Monti wechselte während des Zweiten Weltkriegs auf spektakuläre Weise die Seiten und kämpfte als Yankee in der SS. Er entwendete eine P-38 Lightning der US Air Force und flog damit in das von Deutschland kontrollierte Norditalien, um sich dort den deutschen Truppen anzuschließen. Er wurde nach Berlin gebracht und trat dort in die SS-Standarte Kurt Eggers ein. Die P-38 wurde der deutschen Luftwaffe übergeben. Monti wirkte bei Propagandasendungen im Deutschen Reich. Nach Kriegsende meldete er sich am 10. Mai 1945 bei den amerikanischen Truppen und gab vor von den Deutschen abgeschossen worden zu sein. Seine SS-Uniform habe er von Partisanen auf der Flucht erhalten. Monti wurde später von einem Militärgericht wegen unerlaubter Entwendung von Kriegsgerät verurteilt. Nachdem er wenige Jahre später frei kam, wurde er erneut angeklagt. Das FBI warf ihm Hochverrat vor und Monti wurde zu 25 Jahren Haft verurteilt. Er kam Ende der 60er Jahre auf Bewährung frei.