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DIE BESIEDLUNG VON TEXAS

FLAGGE DES US-BUNDESSTAATES TEXAS
FLAGGE DES US-BUNDESSTAATES TEXAS

Für die deutsche Kolonisierung in Texas spielte vor allem der Mainzer Adelsverein eine wichtige Rolle. Der Herzog Adolf von Nassau rief im Jahr 1842 eine größere Zahl von Adligen zusammen, um über die Besiedlung in Texas zu beraten. Für die Kolonisierung gründeten die Adligen den sogenannten "Verein zum Schutze deutscher Einwanderer in Texas" der auch als "Mainzer Adelsverein" bezeichnet wurde. Er verfolgte folgende Ziele:

 

Neue Absatzmöglichkeiten sollten geschaffen werden, um die heimische Wirtschaft zu stärken.

 

Der geplante Überseehandel sollte einer weiteren Verarmung der deutschen Arbeiterklasse entgegenwirken.

 

Texas bot zur damaligen Zeit ideale Bedingungen für eine deutsche Kolonie, da das Land noch nicht zu den Vereinigten Staaten gehörte und als dünn besiedelt galt. Deshalb erwarb am 24. Juni 1844  der Mainzer Adelsverein ein Gebiet zwischen dem oberen Llano River und dem Colorado River und entsandte ca. 700 Personen im November und Dezember 1844 nach Texas. Die meisten Einwanderer kamen aus Hessen. 

 

Prinz Solm-Braunfels gründete 1845 die Stadt New Braunfels am Guadelupe River und der Generalkommissar des Mainzer Adelsverein, Otfried Hans Freiherr von Meusebach, gründete 1845 zu Ehren des Prinzen Friedrich von Preußen die Stadt Friedrichsburg, welche heute als Fredericksburg bekannt ist. In unmittelbarer Nähe dieser beiden Städte eintstand der sogenannte "German Belt", eine Siedlungslandschaft mit deutschen Städten und Dörfern, welche bis ins 20.Jahrhundert von der deutschen Lebensweise geprägt war. Das Texas Deutsch ist ein Dialekt, welcher bis heute von einigen Deutschamerikanern in Texas gesprochen wird.