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KULTURELLE EINFLÜSSE

MICHAEL BARERA
MICHAEL BARERA

Da die Deutschen die zweitgrößte Einwanderergruppe nach den Briten waren, ist es nicht verwunderlich das die USA im hohen Maß durch deutsche Einwanderer geprägt wurden. Deutsche Einwanderer prägten das amerikanische Bildungssystem, deutsche Offiziere und Generäle das Militär und auch die deutsche Küche ist in den USA nicht fremd: Bratwürste, Frankfurter, Hot Dogs, Hamburger, Bretzeln und die Apfelstrudel sind im ganzen Land bekannt. Einen besonderen Einfluss hatten die sogenannten Forty-Eighters und die von den Deutschen gegründeten Turnervereine, welche durch ihre sportlichen Ertüchtigungen, der Physical Education (PE), den  Sportunterricht in den USA einführten und mit ihren Idealen die republikanische Partei prägten sowie die Leibwache des 16. Präsidenten Abraham Lincoln stellten. Den Turnern war es zu verdanken, dass der US-Bundesstaat Missouri während des amerikanischen Bürgerkriegs in der Union verblieb. Nicht zuletzt hatten deutsche Siedler Traditionen wie das Weihnachts- und das Osterfest auf ihrer Atlantiküberfahrt im Gepäck. 

 

Die Amerikaner brachten neben weiteren Musikgenres, der Systemgastronomie und amerikanischer Mode unter anderem die US-Sportarten wie Basketball, American Football und Baseball nach Deutschland. 

Die Gründung der Turnvereine in Deutschland durch den Pädagogen Friedrich Ludwig Jahn geht auf die Napoleonische Besatzung von 1804 - 1815 zurück. Sie galten als Antwort auf die französische Unterjochung und hatte einen deutschen Nationalstaat zum Ziel. Durch körperliche Ertüchtigungen sollte der Soldat von morgen erschaffen werden. Deutsche Auswanderer dieser Zeit brachten die Turnerbewegung in die Vereinigten Staaten. Im amerikanischen Bürgerkrieg (1861- 1865) hoben sich deutsche Einheiten durch ihren vorbildlichen Charakter hervor.